Weltkriegsbombe in Karlsruhe entschärft – Bahnstrecke wieder frei

Eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe nahe dem Karlsruher Hauptbahnhof hat zeitweise den Bahnverkehr beeinträchtigt. Nach erfolgreicher Entschärfung ist die Strecke wieder freigegeben, im Fernverkehr kann es jedoch noch zu Verspätungen kommen.

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Bei Bauarbeiten in unmittelbarer Nähe einer wichtigen Bahntrasse ist in Karlsruhe ein amerikanischer Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die Bombe lag nur wenige Dutzend Meter von den Gleisen entfernt. Am frühen Abend konnte der 250 Kilogramm schwere Sprengkörper erfolgreich entschärft und abtransportiert werden.

Für die Entschärfung musste die Polizei einen Bereich von 200 Metern um den Fundort räumen. Rund 1.000 Menschen waren betroffen und konnten nach der Entwarnung in ihre Wohnungen zurückkehren.

Auch der Bahnverkehr war vorübergehend unterbrochen. Die nördlich von Karlsruhe verlaufende Strecke wurde nach Abschluss der Arbeiten wieder freigegeben. Da die wichtige Nord-Süd-Verbindung auch von ICE-Zügen genutzt wird, warnte die Deutsche Bahn zunächst noch vor Verspätungen, bis sich der Verkehr normalisiert.

Der Fund reiht sich in eine Serie von Bombenentschärfungen in Baden-Württemberg ein. Erst kürzlich mussten auch in Bruchsal, Stuttgart und Pforzheim Weltkriegsbomben beseitigt werden. Nach Angaben des Regierungspräsidiums Stuttgart wurden allein im vergangenen Jahr 19 größere Bombenblindgänger unschädlich gemacht.

dpa