Zahlreiche Langsamfahrstellen wirbeln den Fahrplan auf der Bahnstrecke München – Mühldorf durcheinander. Wie die Bahn jetzt gegensteuern will – und was Pendler alles beachten müssen.
Bahnpendler zwischen Mühldorf und München müssen sich ab 14. September auf längere Fahrzeiten einstellen. Mehrere Langsamfahrstellen würden auf der eingleisigen Strecke derzeit zwangsläufig den Fahrplan durcheinanderbringen, teilte die Bahn mit. Zuletzt mussten deshalb immer wieder Züge ausfallen – „darunter die bei den Fahrgästen sehr beliebten Expressverbindungen zu den Pendlerzeiten.“
Um dem entgegenzuwirken, sollen die Züge planmäßig früher losfahren und später ankommen. Ab München Ost ist die Abfahrt der Regionalbahnzüge sowie der Expressverbindungen für bis zu 20 Minuten früher angesetzt, in der Gegenrichtung kommen die Züge bis zu 15 Minuten später am Ostbahnhof an. Einzelne Züge müssten entfallen. Die neuen Fahrtzeiten sollen Ende der Woche veröffentlicht werden und bis voraussichtlich Anfang Februar gelten.
Die Bahn hofft, dass mit den zusätzlichen Fahrzeitreserven trotz der Langsamfahrstellen ein möglichst stabiler Zugverkehr angeboten werden könne.
Parallel arbeite die Bahn-Infrastrukturtochter DB InfraGO mit Hochdruck daran, die Strecke zu modernisieren und die bestehenden Langsamfahrstellen zu beseitigen. „Dazu sind bis Ende des Jahres größere Baumaßnahmen inklusive einer Streckensperrung geplant.“

dpa / EVN
