Verzögerungen: Neues Stellwerk in Lage (Lippe) geht später in Betrieb

Wegen Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des neuen Stellwerks in Lage (Lippe) kann der Zugverkehr nicht wie geplant Anfang nächster Woche wieder aufgenommen werden; der Ersatzverkehr wird wenige Tage verlängert.

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Die Inbetriebnahme des neuen Stellwerks in Lage (Lippe) verzögert sich. Der Zugverkehr kann nicht wie geplant am 3. August wieder aufgenommen werden; der Ersatzverkehr verlängert sich um wenige Tage. Grund seien notwendige Anpassungen im Bauablauf, die sich nach einer Überprüfung ergeben hätten, teilte die Bahn mit.

Die Arbeiten zur Inbetriebnahme hatten nach DB-Angaben am Freitagabend begonnen. Wegen der nun aufgetretenden Änderungen konnten die Arbeiten am Bediensystem im Zentralstellwerk bislang noch nicht starten. Ziel sei es nun, das moderne Stellwerk Ende der kommenden Woche in Betrieb zu nehmen und den Zugverkehr im Kreuz Lage am 8. August wieder aufzunehmen.

Ausfälle und Schienenersatzverkehr verlängert

Die Pläne für den angepassten Bauablauf würden derzeit geprüft, teilte eine Bahnsprecherin mit. Nach der Freigabe sollen Fachleute unmittelbar mit den Arbeiten am Bediensystem beginnen. Anschließend sollen unabhängige Sachverständige die eingebaute Technik vor Ort gesamthaft prüfen, bevor die Strecke wieder für den Zugverkehr freigegeben wird.

Parallel laufen laut Mitteilung bereits Bauarbeiten, die nicht von den Änderungen betroffen sind. Dazu gehören die Außerbetriebnahme der bisherigen Stellwerke, der Rückbau mechanischer Steuerelemente entlang der Strecke, das Verlegen letzter Kabelkanäle und Kabel sowie die Montage elektrischer Weichenantriebe.

Betroffen von der Verzögerung sind Reisende im Nahverkehr: Der bereits angelaufene Schienenersatzverkehr wird zunächst bis einschließlich Freitag, 7. August, verlängert. Konkret betroffen von den Ausfällen sind die Linien RE 82 (zwischen Bielefeld Hbf und Horn-Bad Meinberg), RB 72 (zwischen Herford und Horn-Bad Meinberg/Paderborn Hbf) sowie die RB 73 (zwischen Bielefeld Hbf und Lemgo-Lüttfeld). Für die Linie RE 82 sind montags bis freitags zusätzliche Direktbusse zwischen Bielefeld, Lemgo, Lemgo-Lüttfeld und Detmold im Einsatz.

Die Bahn ging ursprünglich davon aus, dass die Arbeiten bis zum 3. August, kurz nach Mitternacht, abgeschlossen seien. Nun stehe man mit dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und der Eurobahn in engem Austausch, hieß es von der Bahn. Fahrgäste werden gebeten, sich vorab über die digitalen Fahrplanmedien zu informieren, da die Daten derzeit entsprechend angepasst werden.

Investition in moderne Technik

Insgesamt investiert die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben rund 27 Millionen Euro in die neue Leit- und Sicherungstechnik, um künftig einen stabileren und zuverlässigeren Zugbetrieb in Ostwestfalen-Lippe zu gewährleisten. Zum Gesamtprojekt gehört zudem die technische Anpassung von fünf Bahnübergängen. Während zwei davon noch bis Anfang September umgebaut werden müssen, können Fußgänger diese Übergänge weiterhin passieren.

EVN