Fahrgastverband fordert schnellere Korrektur fehlerhafter Fahrplandaten

Züge, die in der Fahrplanauskunft gar nicht oder falsch angezeigt werden, sind für Reisende ärgerlich und sorgen für Verwirrung. Pro Bahn fordert daher eine schnellere Korrektur von fehlerhaften Fahrgastinformationen.

Der Fahrgastverband Pro Bahn Oberbayern hat in einer Mitteilung eine zeitnahe Korrektur fehlerhafter Fahrplandaten gefordert. Hintergrund ist nach Angaben des Verbands eine Störung bei der Übermittlung von Fahrplandaten der Bayerischen Regiobahn (BRB), wodurch vor wenigen Tagen die Verbindungen des Netzes Chiemgau-Inntal zeitweise nicht in den Auskunftssystemen der Deutschen Bahn angezeigt wurden. Der Fehler gehe auf technische Probleme bei der Datenübertragung an das Europäische Fahrplanzentrum (EFZ) zurück, hieß es.

Pro Bahn kritisierte, dass Fahrplandaten derzeit offenbar nur zweimal pro Woche – „mittwochs und freitags“ – an das EFZ übermittelt werden könnten. Der Verband fordert, dass Korrekturen künftig jederzeit und auch an Wochenenden möglich sein sollten. Dies sei aus Sicht von Pro Bahn notwendig, um Fahrgästen jederzeit aktuelle Fahrplandaten und kurzfristige Änderungen zuverlässig bereitzustellen.

„Es ist nicht akzeptabel, dass nach einer fehlerhaften Übertragung mehrere Tage vergehen, bis wieder korrekte Fahrplandaten ausgegeben werden“, sagte Pro-Bahn-Sprecher Thomas Osterman. Der Verband verwies auch auf den Abschlussbericht der „Taskforce Zuverlässige Bahn“, in dem eine höhere Aktualisierungsfrequenz der Sollfahrplandaten versprochen worden sei.

EVN