Vom Fahrrad bis zum E-Scooter: Auf einer Fachkonferenz in Berlin diskutieren Politik, Deutsche Bahn und Kommunen, wie Bahnhöfe besser vernetzt und Wege zum Zug komfortabler gestaltet werden können.
Mit einer erstmals ausgerichteten Fachkonferenz zur Anschlussmobilität will das Bundesministerium für Verkehr (BMV) die bessere Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel rund um Bahnhöfe vorantreiben. Im Mittelpunkt der Veranstaltung „Anschluss erreichen“, die an diesem Dienstag und Mittwoch in Berlin stattfindet, steht die Frage, wie der Weg zum und vom Bahnhof komfortabler, sicherer und zuverlässiger organisiert werden kann. Rund 350 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft beraten dabei über Konzepte für leistungsfähige Mobilitätsdrehscheiben.
Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums soll die Konferenz Wissen bündeln, Kommunen stärker vernetzen und konkrete Projekte für eine bessere Anschlussmobilität fördern. Im Fokus stehen insbesondere die Übergänge zwischen Bahn, Fahrrad, E-Scooter und Fußverkehr. Diskutiert werden neben strategischen Rahmenbedingungen auch praktische Fragen der Planung, baulichen Gestaltung und Organisation von Infrastruktur, etwa im Bereich Bike+Ride.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder betonte zur Eröffnung, dass ein attraktiver Schienenverkehr nicht nur von Bahnangeboten, sondern ebenso von gut erreichbaren Bahnhöfen abhänge. Ziel sei es, Reiseketten so zu gestalten, dass Bürgerinnen und Bürger Bahnhöfe bequem und sicher erreichen könnten. Dabei verwies das Ministerium unter anderem auf geplante Fördermaßnahmen sowie einen angekündigten Sonderpreis für Anschlussmobilität.
Auch Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender von DB InfraGO, sprach sich für eine stärkere Vernetzung verschiedener Verkehrsträger aus. Die Deutsche Bahn unterstütze Kommunen bereits mit Programmen wie der Bike-and-Ride-Offensive und Beratungsangeboten für Bahnhofsvorplätze. Ergänzend wurden auf der Konferenz digitale Lösungen aus einem Hackathon vorgestellt, die von intelligenten Routingsystemen bis zu neuen Konzepten für Fahrradabstellanlagen reichen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Mobilität in ländlichen Regionen. Dort sollen neue Förderprogramme insbesondere jungen Menschen bessere Anbindungen an den öffentlichen Verkehr ermöglichen.
EVN
