Die Sanierung der Bahnstrecke Troisdorf–Wiesbaden soll vor allem einen Beitrag zur Verbesserung der Betriebsqualität leisten. Die Bauarbeiten beginnen im Juli und kosten rund 1,65 Milliarden Euro.
Die Bundesregierung hat die Ziele und Kosten der geplanten Korridorsanierung auf der Bahnstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden erläutert. Demnach steht vor allem die Beseitigung von Infrastrukturmängeln und Störungsursachen im Mittelpunkt, um die Leistungsfähigkeit und Stabilität des Bahnverkehrs zu verbessern. Das geht aus der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.
Den Angaben zufolge belaufen sich die Gesamtkosten der Sanierung auf rund 1,65 Milliarden Euro, einschließlich eines Risikopuffers. Etwa 70 Millionen Euro davon trägt die Deutsche Bahn aus Eigenmitteln. Ziel der Maßnahmen sei nicht eine grundsätzliche Erhöhung der Zugzahlen, sondern eine zuverlässigere Betriebsqualität im Vergleich zum bisherigen Zustand.
Im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsprüfung wurden verschiedene Varianten verglichen. Laut Bundesregierung weist die Korridorsanierung trotz konservativer Annahmen einen leicht höheren wirtschaftlichen Nutzen auf als alternative Vorgehensweisen. Der Gesamtnutzen wird mit mindestens rund 10,4 Millionen Euro angegeben.
Die Bauarbeiten auf dem Korridor am rechten Rheinufer sollen am 10. Juli beginnen und bis zum 11. Dezember andauern.
EVN
