Mit der Premierenfahrt eines neuen Doppelstockzuges setzen ÖBB und Stadler auf mehr Kapazität und Komfort im Nahverkehr. Bis 2026 sollen zahlreiche Fahrzeuge in Betrieb gehen.
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und der Zughersteller Stadler haben die erste Fahrt eines neuen Cityjet-Doppelstockzuges im Nahverkehr gefeiert. Der Zug absolvierte seine Premierenfahrt vom Wiener Hauptbahnhof nach Wiener Neustadt und markiere den Start einer neuen Fahrzeuggeneration, wie es in einer Mitteilung hieß.
Insgesamt investieren die ÖBB rund 1,5 Milliarden Euro in 109 dieser Züge. Bis Ende 2026 sollen zunächst 45 Fahrzeuge in der Ostregion eingesetzt werden. Die neuen Doppelstockzüge bieten eine höhere Sitzplatzkapazität sowie verbesserte Barrierefreiheit und moderne Ausstattung, darunter WLAN, Echtzeitinformationssysteme und großzügige Mehrzweckbereiche.
Der Einsatz beginnt ab Ende Juni zunächst auf der Strecke Wien Floridsdorf–Payerbach/Reichenau. Schwerpunkt wird die stark frequentierte Nord-Süd-Achse in Niederösterreich und Wien sein. Die Züge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 160 km/h und bieten je nach Konfiguration bis zu rund 600 Sitzplätze.
Die Investition ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms der ÖBB, das bis 2030 rund 6,1 Milliarden Euro für neue Züge vorsieht. Ziel ist es, Kapazität und Qualität im regionalen Bahnverkehr weiter zu steigern und einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität zu leisten.

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