Im DB-Regio-Werk Kaiserslautern ist der neue Instandhaltungsbereich für Akkuzüge vorgestellt worden. Mit den ersten Fahrzeugen und Schulungen für Mitarbeitende rückt die Umstellung des Pfalznetzes auf batterieelektrische Züge näher.
Im Rahmen des Projekts „Pfalznetz“ haben DB Regio, das Land Rheinland-Pfalz und der Zweckverband ÖPNV Rheinland-Pfalz Süd den Fortschritt bei der Einführung neuer Akkuzüge vorgestellt. Im Werk Kaiserslautern wurde dazu ein modernisierter Instandhaltungsbereich für die künftigen Fahrzeuge vom Typ Stadler FLIRT Akku präsentiert.
Nach Angaben der Beteiligten wird das Werk künftig insgesamt 44 Akkuzüge betreuen. Dafür wurde eine bestehende Werkhalle umfassend erweitert und technisch modernisiert. Unter anderem entstanden neue Arbeitsstände, Arbeitsgruben, Dacharbeitsbühnen sowie spezielle Anlagen für die Stromversorgung und die Lagerung der Batterieeinheiten. Die Investitionen in den Umbau der Werkstatt belaufen sich laut DB Regio auf rund sechs Millionen Euro.
Parallel dazu läuft bereits die Ausbildung des Personals. Rund 300 Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführer sollen für den Einsatz der neuen Fahrzeuge qualifiziert werden. Erste Testfahrten finden bereits statt.
Die Zulassung der Fahrzeuge für den Fahrgastbetrieb wird laut Hersteller Stadler im August erwartet. Der reguläre Einsatz soll nach Abschluss größerer Bauarbeiten ab Herbst zunächst auf der Strecke Neustadt an der Weinstraße–Karlsruhe beginnen. In den kommenden Jahren sollen weitere Strecken in Rheinland-Pfalz und dem Saarland folgen.
Nach Angaben des Zweckverbands könnten durch die Umstellung auf Akkuzüge jährlich rund sechs Millionen Liter Diesel eingespart werden. Das Pfalznetz gilt damit als eines der größten Batteriezug-Projekte Deutschlands.
EVN
