BLT und Stadler testen neue Maßnahmen gegen Vibrationen bei TINA-Trams

Die BLT und Stadler wollen die Vibrationen der TINA-Trams mit neuen gummigefederten Rädern weiter reduzieren. Zuvor konnten die Lärmemissionen der Fahrzeuge nach technischen Anpassungen bereits deutlich gesenkt werden.

Die BLT Baselland Transport AG und der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler treiben die Optimierung der TINA-Trams weiter voran. Nach Angaben der Unternehmen konnten die Lärmemissionen der Fahrzeuge seit ihrer Einführung bereits deutlich reduziert werden. Nun sollen zusätzliche Maßnahmen auch die Vibrationen im Betrieb verringern.

Laut Stadler und BLT wurden durch technische Anpassungen am Fahrzeug, darunter Veränderungen an Radprofilen, Magnetschienenbremsen und Verkleidungsteilen, die Geräuschemissionen um 3,7 Dezibel gesenkt. Dies entspreche einer Halbierung der wahrgenommenen Lautstärke. Der Geräuschpegel liege inzwischen auf dem Niveau der bisherigen Tango-Trams. Seit Ende 2025 sei die gesamte TINA-Flotte der BLT entsprechend umgerüstet worden.

Als nächster Schritt wird ein Fahrzeug mit neuen gummigefederten Rädern ausgestattet. Diese sollen im Zusammenspiel mit der Schiene eine stärkere Dämpfung erzielen und dadurch Erschütterungen reduzieren. Die ersten Testfahrten sind für Anfang Juli vorgesehen. Die Wirkung der Maßnahme soll durch regelmäßige Messungen überprüft werden.

Die Erkenntnisse aus den Tests sollen direkt in die weitere Produktion der TINA-Fahrzeuge einfließen. Bei positiven Ergebnissen sollen neue Fahrzeuge künftig bereits ab Werk mit den optimierten Rädern ausgeliefert werden. Auch bestehende Fahrzeuge könnten schrittweise nachgerüstet werden. Die Kosten dafür übernimmt der Hersteller Stadler.

Das Straßenbahnmodell TINA ist bereits in mehreren europäischen Städten im Einsatz, darunter Basel, Den Haag, Darmstadt, Halle, Rostock und Gera.

EVN