Güterbahnen fordern Sofortprogramm zur Elektrifizierung des Schienennetzes

Der Verband Die Güterbahnen fordert ein beschleunigtes Elektrifizierungsprogramm für das deutsche Schienennetz. Hintergrund sind aus Sicht des Verbands zu geringe Fortschritte beim Ausbau der Oberleitungen und die weiterhin hohe Abhängigkeit vom Dieselbetrieb.

Der Branchenverband Die Güterbahnen hat Bund und Deutsche Bahn zu einem schnelleren Ausbau der elektrifizierten Schieneninfrastruktur aufgefordert. Anlass ist die Debatte über staatliche Fördermaßnahmen im Verkehrsbereich sowie die aus Sicht des Verbands unzureichenden Fortschritte bei der Elektrifizierung des Bahnnetzes.

Geschäftsführerin Neele Wesseln erklärte, Deutschland müsse stärker in die eigene Infrastruktur investieren, statt fossile Mobilität indirekt weiter zu fördern. Derzeit könne auf mehr als einem Drittel des Schienennetzes nur mit Dieselzügen gefahren werden. Elektrische Antriebe seien dagegen wirtschaftlicher, leiser und klimafreundlicher.

Kritisch äußerte sich der Verband über den aktuellen Stand des Netzausbaus. Trotz entsprechender Ankündigungen im Koalitionsvertrag komme die Elektrifizierung der Schiene kaum voran. Nach Angaben der Güterbahnen seien im Jahr 2025 lediglich 28 Kilometer Strecke neu elektrifiziert worden.

Der Verband wirft Bund und DB InfraGO vor, sich zu stark auf große Einzelprojekte und komplexe Planungsprozesse zu konzentrieren. Stattdessen müsse stärker in die flächendeckende Modernisierung der Infrastruktur investiert werden.

EVN