Verdächtiger räumt tödlichen Angriff auf Zugbegleiter ein

Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter Anfang Februar hat bundesweit Entsetzen ausgelöst. Jetzt hat sich der Tatverdächtige geäußert.

Gut drei Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in einem Regionalzug in der Westpfalz hat der Tatverdächtige die Tat eingeräumt. Der 26-Jährige habe aber einen Tötungsvorsatz bestritten und sich teilweise auf Erinnerungslücken berufen, teilte die Staatsanwaltschaft Zweibrücken mit.

Der Grieche habe sich bei einer richterlichen Vorführung und bei einer forensisch-psychologischen Untersuchung zum Tatgeschehen geäußert. Der Mann sitzt wegen des Verdachts des Totschlags weiter in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauerten an, hieß es.

Noch liegen demnach nicht alle beauftragten Gutachten der Rechtsmedizin einschließlich des toxikologischen Gutachtens zum Beschuldigten vor. Nach dem vorläufigen Ergebnis der forensisch-psychiatrischen Begutachtung gebe es keine Hinweise auf eine erhebliche Verminderung oder Aufhebung der Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Kein Fahrschein dabeigehabt

Der Mann soll einen 36 Jahre alten Zugbegleiter am 2. Februar bei einer Ticketkontrolle in der Westpfalz so schwer mit Faustschlägen gegen den Kopf attackiert haben, dass dieser später an einer Hirnblutung starb.

Der 26-Jährige hatte keinen Fahrschein und sollte des Zuges verwiesen werden – daraufhin kam es laut Polizei zum Angriff. Der Zug war von Landstuhl im Kreis Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) nach Homburg im Saarland unterwegs.

dpa / EVN