Mit einem historischen Sonderzug ist im Nordries auf die mögliche Reaktivierung zweier Bahnstrecken aufmerksam gemacht worden. Ziel ist eine bessere Anbindung der ländlichen Regionen.
Mit Sonderfahrten auf den Bahnstrecken Romantische Schiene und Hesselbergbahn an diesem Sonntag ist auf die angestrebte Reaktivierung des Schienenpersonennahverkehrs im Nordries aufmerksam gemacht worden. Die Verbindungen von Nördlingen nach Wassertrüdingen und Wilburgstetten werden derzeit ausschließlich für den Güterverkehr genutzt.
Organisiert wurde die Aktion unter anderem von Pro Bahn Bayern sowie regionalen Initiativen wie Verbindung zwischen Freunden und Mission Bahnstation. Der Sonderzug bestand aus historischen Wagen und einer Diesellok der Baureihe V100. Der Zug und das Personal wurden von der Bayernbahn GmbH bereitgestellt. Rund um die Fahrten gab es ein Rahmenprogramm für Groß und Klein mit Verpflegung und Musik.
Gefordert wird eine bessere Vernetzung der ländlichen Gemeinden durch die Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Schiene. Während der nördliche Abschnitt der Hesselbergbahn zwischen Gunzenhausen und Wassertrüdingen bereits reaktiviert wurde, fehlt bislang die südliche Durchbindung nach Nördlingen.
Mit den Sonderfahrten sollte insbesondere in der Bevölkerung und bei politischen Entscheidungsträgern das Interesse für die Reaktivierung gestärkt werden.
EVN
