Technikdefekt auf der Strecke: Nach einem Zugausfall bei Regensburg liefen einige Reisende trotz Warnung zu Fuß ins nächste Dorf. Die Bahn musste die Strecke sperren.
Ein Regionalexpress von Regensburg nach München ist am Sonntag auf freier Strecke liegengeblieben – und einige Reisende stiegen trotz der Bitte, im Zug zu bleiben, aus und setzten ihren Weg zu Fuß fort. Nach Angaben der Deutschen Bahn konnte der Zug wegen einer technischen Störung seine Fahrt nicht fortsetzen. Kurz hinter Regensburg sei der Regionalexpress mit 300 bis 400 Insassen auf freier Strecke zum Stehen gekommen.
Wegen der sommerlichen Temperaturen und unterbrochener Stromversorgung im Zug gab der Lokführer demnach die Türen zu der vom Gleis abgewandten Seite zum Öffnen frei. Die Fahrgäste seien gebeten worden, im Zug zu bleiben.
Fahrgäste setzten Reise zu Fuß fort
Ein Teil der Fahrgäste sei trotzdem ausgestiegen und zu Fuß nach Eggmühl, einem Gemeindeteil von Schierling, gelaufen. Deshalb musste den Angaben zufolge am Sonntagabend die Strecke zwischen Köfering (Landkreis Regensburg) und Eggmühl aus Sicherheitsgründen für mehr als zwei Stunden vollständig gesperrt werden.
In Eggmühl standen einer Bahn-Sprecherin zufolge acht Busse bereit, um die Reisenden nach Landshut zu bringen. Der liegengebliebene Zug sei in den Bahnhof nach Eggmühl abgeschleppt worden.
Wenn ein Zug auf freier Strecke liegenbleibt, erfolgt die Weiterreise für die Fahrgäste den Angaben zufolge mit einem Ersatzzug oder Bussen – aber auch das Abschleppen des defekten Zuges mit einer Hilfslok ist möglich. Grundsätzlich habe die Sicherheit der Fahrgäste und Mitarbeitenden dabei die höchste Priorität. Die Gründe zur technischen Störung am Zug würden noch untersucht.
dpa / EVN
