Siemens Mobility übergibt erste D9-Güterlok an Indian Railways

Siemens Mobility hat die erste von 1.200 Hochleistungslokomotiven an die indische Eisenbahngesellschaft übergeben. Der neue Loktyp soll den Güterverkehr stärken und die Effizienz des Schienennetzes deutlich erhöhen.

Im Rahmen eines Großauftrags hat Siemens Mobility die erste elektrische D9-Güterzuglokomotive an Indian Railways für den kommerziellen Einsatz übergeben. Gleichzeitig wurde im indischen Visakhapatnam das erste Wartungsdepot für die neue Flotte eröffnet, wie der Bahntechnikhersteller mitteilte. Der Auftrag über insgesamt 1.200 Lokomotiven mit einem Volumen von rund drei Milliarden Euro gilt als größter Einzelauftrag in der Geschichte des Unternehmens sowie von Siemens India.

Die D9-Lokomotiven zählen mit einer Leistung von 9.000 PS zu den stärksten sechsachsigen Elektrolokomotiven Indiens und sind für Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h ausgelegt. Sie können schwere Güterzüge mit bis zu 5.800 Tonnen befördern und wurden erstmals nach der europäischen Norm EN 14363 getestet. Moderne digitale Systeme, darunter Railigent X, ermöglichen eine vorausschauende Wartung und datenbasierte Optimierung des Betriebs.

Das Projekt umfasst laut Siemens neben Entwicklung und Produktion auch eine 35-jährige Wartung im Rahmen eines Lebenszyklusmodells. Die Instandhaltung erfolgt über mehrere Depots im Land. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit des Schienengüterverkehrs zu erhöhen und gleichzeitig die CO₂-Emissionen zu senken.

Indien verfolgt das Ziel, den Anteil der Bahn am Güterverkehr deutlich zu steigern und setzt dabei auf moderne Technologien sowie eine weitgehend elektrifizierte Infrastruktur.

EVN