Schnieder wirbt um Geduld für “Comeback der Infrastruktur”

Das teils marode Verkehrsnetz soll in Schuss gebracht werden. Die Koalition plant dafür bisher nicht erreichte Milliardensummen ein. Schnell erledigt sein wird die große Modernisierung aber nicht.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder wirbt um Geduld bei der verstärkten Sanierung von Straßen und Schienen in Deutschland. Endlich stehe Geld für ein “Comeback der Infrastruktur” zur Verfügung, sagte der CDU-Politiker in Berlin mit Blick auf beschlossene zusätzliche Milliardenmittel. Man sei nun aber in einem “Modernisierungsjahrzehnt”, bei dem man Zeit und Ausdauer brauche. Die großen Erfolge werde man erst in Jahren sehen.

Schnieder nannte für dieses Jahr unter anderem die Sanierung weiterer maroder Brücken an Autobahnen und zahlreiche Baustellen im Netz der Bahn. Im vergangenen Jahr seien zur Verfügung stehende Haushaltsmittel nahezu komplett verbaut worden. Bis zum Ende der Wahlperiode sollen den Angaben zufolge insgesamt 170 Milliarden Euro für Investitionen ins Verkehrsnetz bereit stehen, darunter 106 Milliarden Euro für die Schiene. Hintergrund ist auch ein von der Koalition beschlossenes schuldenfinanziertes Sonderprogramm.

dpa / EVN