Im Landkreis Lüneburg prallt ein ICE gegen eine Oberleitung. 460 Reisende saßen bis zur Evakuierung in dem Zug fest. Der Vorfall sorgte für starke Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr.
Ein ICE ist bei Bardowick nahe Lüneburg am Freitagmittag gegen eine gerissene Oberleitung geprallt. Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, saßen etwa 460 Reisende in dem Zug auf dem Weg nach München fest. Die Reisenden sollten in einen anderen Zug evakuiert werden.
Weil es in dem stehenden Zug in der Sonne sehr warm geworden sei, hätten fünf Menschen medizinisch betreut werden müssen, sagte der Sprecher der Bundespolizei. Die Betroffenen hätten Kreislaufstörungen gehabt.
Der Vorfall sorgte auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin für längere Fahrzeiten und Verspätungen. Züge würden über Hannover umgeleite, hieß est. Auch die Linien RE3 und RB31 der Metronom-Regionalzüge seien von der Störung betroffen. Dort kam es auf der Strecke zwischen Hamburg–Lüneburg–Uelzen zu massiven Verspätungen und Teilausfällen, wie es hieß. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.
Noch ist unklar, was die Ursache für den Oberleitungsschaden war. Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Abfahrt- und Ankunftszeiten zu informieren.
Zusätzlich kam im niedersächsischen Winsen eine gestörte Weiche dazu, wie das Verkehrsunternehmen Metronom mitteilte. Das bedeute “noch höhere Verspätungen und noch mehr Einschränkungen”. Ein Sprecher sagte, die Züge führen nur bis Winsen, ein Ersatzverkehr sei eingerichtet.
dpa / EVN
