Captrain setzt neues BASF-Logistiknetz auf der Schiene um

Seit Anfang des Jahres setzt Captrain ein neues Transportnetzwerk für BASF um. Das Konzept verbindet Direktverkehre zwischen Ludwigshafen und Bitterfeld mit regionalen Zubringerverbindungen und soll auch bei schwankenden Mengen planbare Transporte ermöglichen.

Der Chemiekonzern BASF hat für Schienentransporte von Ludwigshafen zu Empfängern in Ostdeutschland und Tschechien ein neues Netzwerkkonzept entwickelt. Nach Angaben des privaten Güterbahnunternehmens Captrain werde dieses seit Anfang Januar umgesetzt und kombiniere Direktverbindungen, einen zentralen Umschlagpunkt in Bitterfeld und regionale Verkehre. Das System verbindet den BASF-Standort Ludwigshafen mit 18 Empfängern in Ostdeutschland und Tschechien.

Die Direktverbindung zwischen Ludwigshafen und dem Captrain-Hub in Bitterfeld könne laut Mitteilung an die jeweiligen Produktionsmengen angepasst werden. Von Bitterfeld aus erfolge die Weiterverteilung über 18 regionale Verbindungen mit festen Fahrplänen. Für die deutschen Relationen würden Transportzeiten von unter 48 Stunden genannt. Pro Jahr sollen rund 4.500 Wagen mit chemischen Produkten bewegt werden, darunter Kesselwagen, Containertragwagen und Druckgaskesselwagen.

Captrain zufolge nutzt das Konzept bestehende Verbindungen und ermöglicht die Integration zusätzlicher Transportmengen. Die Transporte nach Tschechien würden in einen bereits bestehenden Verkehr integriert. Das System sei zudem um weitere Relationen erweiterbar.

EVN