Vermeintliche Bedrohungslage legt Zugverkehr in Münster lahm

Ein Polizeieinsatz wegen einer vermeintlichen Bedrohung in einem Zug hat den Bahnverkehr in Münster gestoppt. Hinweise auf eine echte Gefahr gab es laut Polizei nicht.

Wegen einer vermeintlichen Bedrohungslage in einem Zug ist der Bahnverkehr rund um Münster zeitweise lahmgelegt worden. Letztlich habe die Polizei aber keine Hinweise gefunden, dass in einem Zug aus Essen tatsächlich eine Gefahr bestanden habe, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Die Einsatzkräfte seien alarmiert worden, weil in dem Zug eine Person mit einer Sprengvorrichtung gesehen worden sei. Der Zug wurde zum Hauptbahnhof Münster geleitet und dort durchsucht. Allerdings sei keine Person gefunden worden, auf die die Beschreibung gepasst hätte. “Vermutlich hat es diese Bedrohungslage nicht gegeben”, sagte der Polizeisprecher. Weitere Hintergründe seien noch unklar.

Der Hauptbahnhof Münster wurde für den Einsatz vorübergehend gesperrt. Mehr als zehn Linien im Regionalverkehr sowie mehrere Fernzüge waren betroffen. Nachdem die Polizei Entwarnung gegeben hatte, konnten Züge den Bahnhof wieder anfahren. Allerdings gab es noch hohe Verspätungen, teilte die Bahn mit.

dpa / EVN