Silverstar Railways will ab 2027 auf Österreichs Schienen starten

Ein neuer Reisezuganbieter plant den Einstieg in Österreichs Personenverkehr: Silverstar Railways will ab 2027 Direktzüge von Wien ins Salzkammergut anbieten und damit in den Wettbewerb mit ÖBB und Westbahn eintreten.

Mit Silverstar Railways kündigt sich ab 2027 ein neuer Anbieter im österreichischen Personenverkehr auf der Schiene an. Das in Wien gegründete Unternehmen plant, künftig Direktverbindungen zwischen Wien und Bad Aussee anzubieten und damit in Konkurrenz zu den etablierten Bahnunternehmen ÖBB und Westbahn zu treten. Der Betriebsstart ist für Mai 2027 vorgesehen.

Geplant sind Verbindungen an zwei Tagen pro Woche – jeweils dienstags und donnerstags – zwischen Wien und dem steirischen Bad Aussee. Die Route soll unter anderem über St. Pölten, Linz, Gmunden, Bad Ischl und Hallstatt führen und insbesondere touristische Ziele im Salzkammergut direkt anbinden. Damit könnte sich die Reise für Fahrgäste vereinfachen, da bislang auf vielen Verbindungen ein Umstieg in Attnang-Puchheim erforderlich ist.

Hinter dem Projekt steht Patrick Kröll, ein ehemaliger ÖBB-Lokführer, der das Unternehmen 2024 gegründet hat. Silverstar Railways beschäftigt derzeit zehn Mitarbeiter, darunter mehrere Lokführer mit Erfahrung im Güterverkehr. Bereits vorhanden sind zwei geleaste Siemens-Lokomotiven, die aktuell für Gütertransporte und touristische Charterverkehre genutzt werden.

Voraussetzung für den Einstieg in den regulären Personenverkehr ist die noch ausstehende Sicherheitsbescheinigung durch die Europäische Eisenbahnagentur. Diese soll spätestens im September 2026 vorliegen. Neben der ersten geplanten Strecke prüft Silverstar Railways bereits weitere nationale und internationale Verbindungen, darunter mögliche Direktangebote nach Italien, Slowenien und Kroatien.

EVN