Die S-Bahn Nürnberg verzeichnet 2025 deutlich weniger Zugausfälle, gleichzeitig sinkt die Pünktlichkeit auf 92 Prozent. Hauptursachen bleiben Infrastrukturprobleme und Bauarbeiten.
Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) meldet für das Jahr 2025 eine gemischte Entwicklung bei der S-Bahn Nürnberg. Während sich die Zugausfallquote deutlich von 8,3 auf 4,2 Prozent reduzierte, sank die Pünktlichkeitsquote auf 92 Prozent und erreichte damit einen neuen Tiefstand.
Als Hauptursachen für Verspätungen nennt die BEG vor allem Störungen an der Infrastruktur, die rund ein Viertel der Fälle ausmachten. Weitere Faktoren waren betriebliche Probleme beim Betreiber sowie Bauarbeiten. Letztere waren auch für den Großteil der Zugausfälle verantwortlich und machten mehr als 70 Prozent aus.
Im Jahresverlauf verschlechterte sich die Pünktlichkeit insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, unter anderem aufgrund von Infrastrukturproblemen wie einem Schienenbruch sowie zusätzlichen Belastungen durch Umleitungsverkehre infolge von Baustellen. Einzelne Linien zeigten dabei deutliche Unterschiede: Während die Linie S3 besonders zuverlässig war, wies der Südast der S1 die niedrigste Pünktlichkeit auf.
Die S-Bahn Nürnberg wird täglich von bis zu 100.000 Fahrgästen genutzt und von DB Regio betrieben. Die BEG sieht trotz der verbesserten Ausfallquote weiterhin Handlungsbedarf, insbesondere bei der Pünktlichkeit und betrieblichen Abläufen.
EVN
