Pro Bahn: Taskforce-Bericht lindert Probleme – strukturelle Reformen weiter nötig

Der Fahrgastverband Pro Bahn sieht in den Maßnahmen der Taskforce „Zuverlässige Bahn“ kurzfristige Fortschritte, fordert jedoch weitergehende Investitionen und strukturelle Reformen für einen dauerhaft stabilen Bahnverkehr.

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat den Abschlussbericht der Taskforce „Zuverlässige Bahn“ grundsätzlich begrüßt, zugleich jedoch auf weiterhin bestehende strukturelle Defizite im Bahnsystem hingewiesen. Die 22 vorgeschlagenen Maßnahmen könnten den Betriebsalltag kurzfristig verbessern, ersetzten jedoch keine grundlegende Modernisierung der Infrastruktur.

Vertreter des Verbands bezeichneten die Vorschläge als pragmatische Ansätze, die insbesondere bei der Fahrgastinformation Fortschritte bringen könnten. Hervorgehoben wurde die geplante häufigere Aktualisierung von Fahrplandaten, die künftig deutlich früher und regelmäßiger erfolgen soll.

Zur Diskussion über mögliche Angebotsreduzierungen in stark belasteten Knoten äußerte sich Pro Bahn zurückhaltend. Eine Verringerung des Zugangebots dürfe nur als letztes Mittel und zeitlich begrenzt erfolgen.

Zugleich forderte der Verband von der Bundesregierung, die finanziellen und strukturellen Voraussetzungen für einen umfassenden Ausbau der Schieneninfrastruktur zu schaffen. Nur wenn Investitionen in überlastete Knoten und deren Zulaufstrecken konsequent umgesetzt würden, könnten die kurzfristigen Maßnahmen ihre Wirkung nachhaltig entfalten.

Der Bericht der Taskforce wird damit aus Sicht des Fahrgastverbands als wichtiger Schritt bewertet, der jedoch durch langfristige Reformen ergänzt werden müsse.

EVN