Eine neue Teststrecke zwischen Hemishofen und Ramsen im Kanton Schaffhausen soll die Erprobung italienischer Schmalspurzüge erleichtern. Als erstes Fahrzeug fährt dort ein Wasserstoffzug, den Stadler für Sardinien gebaut hat.
Der Zughersteller Stadler hat zwischen Hemishofen und Ramsen im Kanton Schaffhausen eine knapp vier Kilometer lange Schmalspurstrecke mit einer Spurweite von 950 Millimetern errichtet. Wie das Unternehmen mitteilte, soll die Strecke ab sofort für Testfahrten mit Fahrzeugen für den italienischen Regionalverkehr genutzt werden. Das Schmalspurgleis wurde als dritte Schiene in ein bestehendes Normalspurgleis integriert.
Als erstes Fahrzeug wird dort ein Wasserstoffzug erprobt, den Stadler für die sardische Regionalbahngesellschaft Azienda Regionale Sarda Trasporti (ARST) gebaut hat. Nach Angaben des Unternehmens werden Antrieb und weitere Fahrzeugsysteme unter unterschiedlichen Bedingungen getestet. Dazu gehören Versuche mit verschiedenen Füllständen des Wasserstofftanks und Geschwindigkeiten sowie zulassungsrelevante Prüfungen des Beschleunigungs- und Bremsverhaltens.
Die Teststrecke soll die Inbetriebsetzung der Fahrzeuge in Italien beschleunigen. In den kommenden drei Jahren sollen dort insgesamt 21 Fahrzeuge für Sardinien, Kalabrien und Sizilien getestet werden. ARST sieht in den anstehenden Auslieferungen einen wichtigen Schritt für die Einführung der Wasserstoffzüge auf Sardinien.

EVN
