München feiert 150 Jahre Tram – Von der Pferdebahn zum modernen Nahverkehr

Mit einem Staatsempfang im MVG Museum wurde das 150-jährige Bestehen der Münchner Straßenbahn gewürdigt. Rund 250 Gäste kamen zu der Veranstaltung zusammen, bei der auch die Bedeutung der Tram für die künftige Mobilität thematisiert wurde.

Die Münchner Trambahn ist seit 150 Jahren Teil des öffentlichen Nahverkehrs der bayerischen Landeshauptstadt. Am Donnerstagabend wurde das Jubiläum bei einem Staatsempfang im MVG-Museum mit rund 250 Gästen gefeiert. Landesverkehrsminister Christian Bernreiter bezeichnete die Tram als modernes und wertvolles Verkehrsmittel, das die Lebensqualität und das Stadtbild Münchens seit Generationen mitpräge.

Die erste Münchner Tram nahm am 21. Oktober 1876 als Pferdebahn den Betrieb auf. Sechs Wagen verkehrten damals auf einer weniger als drei Kilometer langen Strecke vom Promenadeplatz über den Karlsplatz und den Bahnhof bis zur Nymphenburger Straße. Im ersten Betriebsjahr wurden nach Angaben des Ministeriums rund 390.000 Fahrgäste gezählt – eine Zahl, die heute ungefähr einem Tagesaufkommen entspreche.

Im Laufe ihrer Geschichte geriet die Tram durch den Ausbau von U- und S-Bahn unter Druck; zahlreiche Strecken wurden stillgelegt. Seit den 1990er Jahren erlebt sie aber eine Renaissance, begleitet von der Wiederaufnahme von Verbindungen und dem Einsatz neuer Fahrzeuge. Niederflureinstiege erleichtern heute unter anderem Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Eltern mit Kinderwagen den Zugang.

Auch mit Blick auf die künftige Mobilität und mögliche Olympische Spiele in München sprach Bernreiter der Tram eine Rolle zu. Florian Bieberbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke München, verwies zudem auf laufende Ausbauprojekte und die Bedeutung der Straßenbahn für die Verbindung von Stadtteilen.

EVN