Die dänische Bahngesellschaft DSB will ihre eigene Stromerzeugung aus Sonnenenergie ausweiten. An neun weiteren Bahnhöfen sollen 1.350 Solarmodule Strom erzeugen.
Die Dänische Bahn (DSB) plant, Solaranlagen an neun weiteren Bahnhöfen zu installieren. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen die Anlagen in Fredericia, Nykøbing Falster, Skanderborg, Vejle, Randers, Holbæk, Svanemøllen, Horsens und Kolding entstehen.
Die insgesamt 1.350 Solarmodule sollen nach DSB-Angaben jährlich rund 640.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht demnach ungefähr dem Jahresverbrauch von 160 durchschnittlichen Haushalten. Mit den neuen Anlagen steige die Zahl der Bahnhöfe mit Solarstromerzeugung von fünf auf 14.
Der erzeugte Strom soll direkt vor Ort unter anderem für Beleuchtung, Fahrkartenautomaten, Rolltreppen, Aufzüge und Geschäfte genutzt werden. Überschüssige Energie könne in das Stromnetz eingespeist werden. Die Auswahl der Standorte sei unter anderem anhand des Energieverbrauchs, der Gebäudeeignung und der erwarteten Amortisationszeit erfolgt. DSB rechnet nach eigenen Angaben damit, dass sich die Investitionen nach sieben bis acht Jahren amortisieren; die Solarmodule hätten eine erwartete Lebensdauer von rund 25 Jahren.
Die Arbeiten sollen zunächst an sechs Bahnhöfen beginnen. An den Standorten Holbæk, Kolding und Horsens hänge der Beginn davon ab, ob die Dachpappe vor der Installation erneuert werden müsse. Alle neun Anlagen sollen nach Unternehmensangaben bis Ende dieses Jahres fertiggestellt werden.
Die dänische Bahn strebt an, die Klimabelastung des eigenen Betriebs bis 2030 gegenüber 2019 um mindestens 98 Prozent zu senken. Das Ziel sei von der Science Based Targets Initiative genehmigt worden.

EVN
