Im ersten Halbjahr 2026 sind im Rhein-Main-Gebiet deutlich weniger S-Bahnen wegen kranker Mitarbeiter ausgefallen. Ab Ende Oktober sollen zudem die ersten modernisierten Fahrzeuge unterwegs sein.
Im Rhein-Main-Gebiet fallen weniger S-Bahnen wegen kranken Mitarbeitern aus als zuvor. Die „personalbedingten Ausfälle“ im ersten Halbjahr 2026 sanken auf 3,4 Prozent, wie ein Sprecher des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) sagte. Das war nur noch rund ein Viertel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 13,2 Prozent der ausgefallenen Fahrten krankheitsbedingt waren.
Wenn S-Bahnen ausfallen, hat das meist andere Gründe. „Die häufigsten Ausfallursachen waren das hohe Baustellengeschehen und Störungen des Betriebsablaufs durch technische Einflüsse und höhere Gewalt“, berichtete der Sprecher.
Insgesamt betrug die Zuverlässigkeit der S-Bahnen im ersten Halbjahr 2026 laut früheren Angaben des RMV 93,6 Prozent nach 90,4 Prozent im Vorjahreszeitraum. Dieser Wert gibt an, wie viele im Fahrplan angekündigte Bahnen tatsächlich fahren.
Ab Ende Oktober fahren im Rhein-Main-Gebiet die ersten modernisierten S-Bahnen; bis 2029 soll das Redesign der 98 Fahrzeuge abgeschlossen sein. Außen sind die Züge nicht mehr rot, sondern weiß mit blauem Streifen und grüner Front. Innen dominieren die Farben Weiß und Grau mit Elementen in Holzoptik. Es gibt keine erste Klasse mehr, dafür Steckdosen unter den Sitzen und neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.
Durch einen trichterförmigen Einstieg sollen zudem Verspätungen reduziert werden. Dafür wurden an den Eingängen Sitze ausgebaut, damit die Fahrgäste schneller ein- und aussteigen können. Der RMV erhofft sich dadurch mehr Pünktlichkeit und rechnet mit 15 Prozent mehr Kapazität pro Zug.

dpa / EVN
