Potsdam stellt Taktung und Ticketpreise auf den Prüfstand

Wegen der angespannten Haushaltslage erwägt Potsdam Einsparungen im öffentlichen Nahverkehr. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel hält längere Wartezeiten zwischen den Bahnen und höhere Fahrpreise für mögliche Maßnahmen.

Potsdam muss angesichts seiner angespannten Haushaltslage mit Einschnitten im öffentlichen Nahverkehr rechnen. Wie Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur sagte, würden auch die Kosten für den Nahverkehr überprüft. Dabei stehe zur Diskussion, ob die derzeitigen Taktzeiten überall beibehalten werden könnten.

Als mögliche Maßnahme nannte Aubel längere Intervalle zwischen den Bahnen: Statt alle zehn Minuten könnten diese auf bestimmten Strecken oder zu bestimmten Zeiten nur noch alle 20 Minuten verkehren. Auch höhere Fahrpreise seien denkbar. Ein Einzelticket im Regeltarif koste in Potsdam derzeit drei Euro, in Berlin vier Euro.

Hintergrund ist die Finanzkrise der brandenburgischen Landeshauptstadt, die für das vierte Quartal eine Haushaltssperre verhängt hat. Aubel fordert angesichts steigender Ausgaben mehr finanzielle Unterstützung von Bund und Land. Zugleich sollen kommunale Standards überprüft werden, um die Kosten zu senken.

EVN