Die Bahnstrecke Nürnberg–Bamberg wird viergleisig ausgebaut. Die Bamberger Stadtspitze will die günstige Gelegenheit nutzen, um auch den Bahnhof der oberfränkischen Kommune aufzupolieren.
Die Bamberger Stadtspitze will den historischen Bahnhof der oberfränkischen Kommune sanieren und modernisieren lassen. Dafür will Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier (SPD) nun Verhandlungen mit der Deutschen Bahn über die Aufnahme in das Zukunftsbahnhof-Programm der DB aufnehmen, wie das Rathaus mitteilte. „Wir wollen den Bahnausbau nicht einfach über uns ergehen lassen, sondern ihn aktiv für Bamberg nutzen und gestalten“, erklärte Niedermaier. Am Mittwoch hatte sich der Stadtrat mit dem Thema befasst.
Die Deutsche Bahn baut derzeit die Strecke Nürnberg–Bamberg viergleisig aus. Der Streckenabschnitt von Nürnberg bis in den Süden Bambergs ist seit einem Jahr in Betrieb, es fehlt noch der eigentliche Bahnknoten Bamberg. Die dortigen Bauarbeiten sollen voraussichtlich 2029 beginnen. Das Vorhaben läuft bei der DB unter dem Projektnamen VDE 8.1 – es gehört zu den Verkehrsprojekten Deutsche Einheit, die auch 36 Jahre nach der Wiedervereinigung noch nicht vollständig abgeschlossen sind.
Dazu zählt jedoch nicht die Modernisierung der Bahnhöfe. Das separate Zukunftsbahnhof-Programm läuft seit 2024. Damit will die DB bundesweit Stationen nach einheitlichen Standards auf Vordermann bringen. „Der Bahnhof ist für viele Menschen das Eingangstor nach Bamberg“, sagte der Bamberger OB Niedermaier. „Deshalb geht es beim Bahnausbau um mehr als Gleise und technische Anlagen.“

dpa / EVN
