Nach der Ankündigung, die Anzahl der jählichen Korridorsanierungen im deutschen Schienennetz zu reduzieren, kritisieren Die Güterbahnen eine fehlende Absprache mit der Branche. Nach Ansicht des Verbands braucht es eine umfassendere Koordination der Baustellenplanung.
Der Verband Die Güterbahnen bemängelt eine weiterhin nicht ausreichende Einbeziehung der Branche bei der Planung von Baumaßnahmen. Bahnchefin Evelyn Palla hatte angekündigt, die Zahl der Korridorsanierungen pro Jahr weiter reduzieren zu wollen. Verbandsgeschäftsführer Peter Westenberger erklärte hierzu, die Frage nach der Zahl und Lage mehrmonatiger Vollsperrungen sei nur ein Teil der Koordinationsaufgaben bei insgesamt rund 28.000 Baustellen.
Die Güterbahnen fordern eine gesamthafte Strategie für die Sanierung des Schienennetzes und eine stärkere Berücksichtigung der Interessen der Eisenbahnunternehmen. Nach Angaben des Verbands prüfe das Bundesverkehrsministerium die bisherigen Konzepte derzeit, habe die Branche bislang jedoch nicht in die Prüfung einbezogen.
„Die DB und das Verkehrsministerium planen weiterhin über die Köpfe der Branche hinweg“, kritisierte Westenberger. Dabei seien es gerade sie, „durch deren Expertise ein Lernprozess bei der DB InfraGO in Gang gesetzt werden könnte“.

EVN
