Neues Stellwerk für Steuerung des Zugverkehrs in Hamburg-Altona

Ein neues elektronisches Stellwerk ist in Hamburg-Altona in Betrieb gegangen. Es soll den Bahnverkehr zuverlässiger machen und ist eine Voraussetzung für die Verlegung des Fern- und Regionalbahnhofs an den Diebsteich.

In Hamburg-Altona ist ein neues elektronisches Stellwerk in Betrieb genommen worden. Die DB InfraGO sieht darin einen Meilenstein für die Verlegung des Fern- und Regionalbahnhofs an den Diebsteich. Das Stellwerk erweitert die bisherige Technik aus dem Jahr 1995 und soll den Bahnbetrieb zuverlässiger machen.

Der direkte Zugverkehr zwischen Altona und Schleswig-Holstein ist damit wieder möglich. Allerdings bleibt das Angebot wegen weiterer Bauarbeiten zunächst eingeschränkt. Eingleisige Abschnitte, nächtliche Sperrungen in Richtung Elmshorn und die gesperrte Verbindungsbahn führen nach Bahnangaben noch bis Ende August zu Beeinträchtigungen. Fahrgäste sollen sich vor Reiseantritt über aktuelle Verbindungen informieren.

Das neue Stellwerk soll künftig schrittweise zusätzliche Bereiche übernehmen. Ende 2029 soll es die Leit- und Sicherungstechnik auf der Verbindungsbahn zwischen Altona und dem Hauptbahnhof steuern. Es ist für eine spätere ETCS-Ausrüstung vorbereitet und nutzt erstmals in Altona das Kombinationssignalsystem Ks. Mit LED-Technik und elektronischer Steuerung soll die Infrastruktur weniger störanfällig werden. Der bestehende Bahnhof Hamburg-Altona bleibt bis zur geplanten Eröffnung des neuen Bahnhofs – voraussichtlich im Dezember 2029 – in Betrieb.

EVN