ÖBB verzeichnen leicht rückläufige Unfallzahlen an Bahnübergängen

Für 2025 melden die ÖBB einen leichten Rückgang bei Unfällen an Eisenbahnkreuzungen. Trotz sinkender Unfallzahlen warnt die Bahngesellschaft vor anhaltenden Risiken durch Fehlverhalten im Straßenverkehr.

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben für das Jahr 2025 einen leichten Rückgang der Unfälle an Eisenbahnkreuzungen verzeichnet. Nach Angaben des Unternehmens ereigneten sich österreichweit 50 Unfälle an Bahnübergängen, nach 52 im Vorjahr. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, 17 weitere wurden verletzt. Trotz des leichten Rückgangs bei den Unfallzahlen stieg die Zahl der Todesopfer gegenüber 2024, als drei Todesfälle registriert wurden.

Langfristig zeigt sich laut ÖBB dennoch ein positiver Trend. Im Jahr 2015 wurden noch 71 Unfälle an Eisenbahnkreuzungen gezählt. Parallel dazu wurde die Zahl der Bahnübergänge im ÖBB-Netz in den vergangenen Jahrzehnten deutlich reduziert. Seit dem Jahr 2000 sank ihre Zahl von mehr als 6.000 auf aktuell 2.874. Nach Angaben der Bahngesellschaft investiert das Unternehmen jährlich mehr als 25 Millionen Euro in die Sicherung, Schließung und den Umbau von Eisenbahnkreuzungen.

Von den bestehenden Bahnübergängen sind 1.633 technisch gesichert, etwa durch Lichtzeichenanlagen oder Schranken mit Signalanlagen. Weniger frequentierte Übergänge sind weiterhin mit Stopptafeln und Andreaskreuzen ausgestattet. Die ÖBB betonen, dass technische Sicherungsmaßnahmen allein nicht ausreichen, um Unfälle zu verhindern.

Besondere Sorge bereitet das Verhalten der Verkehrsteilnehmer. Eine aktuelle Untersuchung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) zeigt, dass rund jede vierte Person an Stopptafeln nicht vollständig anhält. Etwa 20 Prozent reduzierten zwar ihre Geschwindigkeit, hielten aber nicht an, während fünf Prozent Bahnübergänge ohne erkennbare Temporeduzierung passierten. Auch an Übergängen mit Lichtsignalen hielten etwa 20 Prozent der beobachteten Verkehrsteilnehmer bei Rotlicht nicht ordnungsgemäß an.

Die ÖBB appellieren insbesondere vor Beginn der Ferienreisezeit an Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger, Bahnübergänge nur nach vollständigem Halt sowie sorgfältigem Schauen und Hören zu überqueren.

EVN