Warnstreik und Messe erschweren Verkehr in Hannover

Die Hannover Messe lockt viele Besucher in die Landeshauptstadt. Dort erwartet sie allerdings ein zweitägiger Warnstreik der kommunalen Verkehrsunternehmen.

Der Weg zur Hannover Messe war für zahlreiche Besucher am Morgen knifflig. Es kam zu überfüllten S-Bahnen und Staus, wie die zuständigen Stellen mitteilten. Grund ist neben dem hohen Besucheraufkommen auch der Warnstreik bei den Straßenbahnen und Bussen in der Landeshauptstadt.

Auf mehreren Kilometern staute sich der Verkehr am Morgen auf dem Messeschnellweg, wie die Verkehrsmanagementzentrale mitteilte. Auch der zusätzlich geöffnete Standstreifen änderte nichts daran. Am Vormittag normalisierte sich der Verkehr nach der Anreise vieler Besucher.

Fahrgäste verlassen freiwillig überfüllte Züge

Auch im S-Bahn-Verkehr gab es Probleme. Zwischen 8.30 und 9.00 Uhr waren zwei Züge so stark überfüllt, dass die Fahrzeuge eine Warnung auslösten, wie die Bundespolizei mitteilte. Einige Fahrgäste hätten die Züge daraufhin freiwillig wieder verlassen. Geräumt werden mussten die Bahnen demnach allerdings nicht. Die Bundespolizei habe vor Ort darauf geachtet, dass Menschen angesichts des ebenfalls sehr vollen Bahnsteigs nicht auf die Gleise fallen.

Seit Montag gibt es in Niedersachsen bei den kommunalen Verkehrsunternehmen einen Warnstreik. Hintergrund ist der festgefahrene Tarifkonflikt. Am Mittwoch sollen Busse und Straßenbahnen ihren Betrieb wieder aufnehmen. Um zur Hannover Messe zu kommen, können Besucher bis dahin neben der S-Bahn und dem Auto auch auf Taxis oder Shuttle-Busse ausweichen, auf die am Hauptbahnhof hingewiesen wird.

dpa / EVN