SPD lässt neuen Bahnhaltepunkt in Neuss-Weißenberg prüfen

Ein zusätzlicher Bahnhaltepunkt in Neuss-Weißenberg könnte die Nordstadt schneller an Düsseldorf und weitere Städte anbinden. Die SPD Neuss will nun die Machbarkeit und Finanzierung des Projekts prüfen lassen.

Die SPD Neuss setzt sich für die Prüfung eines neuen Eisenbahn-Haltepunkts im Stadtteil Weißenberg ein. Ein entsprechender Antrag soll in der kommenden Sitzung des Hauptausschusses beraten werden. Ziel ist es, die Möglichkeiten für einen zusätzlichen Halt im Bereich der Gladbacher Straße an einer bereits bestehenden Eisenbahnbrücke untersuchen zu lassen.

Nach Angaben der SPD stammt die Initiative aus den Reihen der Jusos, die sich im Rahmen ihrer Beschäftigung mit Mobilitätsthemen intensiv mit der Verkehrsanbindung der Neusser Nordstadt auseinandergesetzt haben. Der vorgeschlagene Haltepunkt könnte aus Sicht der Partei die Anbindung eines bevölkerungsreichen Stadtteils deutlich verbessern. Die Nordstadt mit rund 40.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sei bislang überwiegend auf Busverbindungen zum Hauptbahnhof oder den Individualverkehr angewiesen.

Die SPD argumentiert, dass ein zusätzlicher Schienenhalt direkte Verbindungen nach Düsseldorf, Krefeld und Köln ermöglichen und zugleich Fahrzeiten deutlich verkürzen könnte. So würde die Fahrzeit mit dem Regionalexpress RE10 zwischen Neuss-Weißenberg und dem Düsseldorfer Hauptbahnhof nach Einschätzung der Antragsteller lediglich rund elf Minuten betragen. Gleichzeitig könnte ein zusätzlicher Halt den Busverkehr sowie den Straßenverkehr in Richtung Düsseldorf entlasten.

Ein wesentlicher Vorteil des Vorhabens liegt nach Ansicht der SPD in der bereits vorhandenen Infrastruktur. Die Bahnstrecke 2610 werde bereits von mehreren Regionalverkehrslinien genutzt, darunter der RE10, die RB37 sowie der RE7. Dadurch könnten bauliche Voraussetzungen teilweise bereits bestehen.

Zunächst soll die Stadt Neuss nach dem Willen der SPD Gespräche mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) aufnehmen, um die technische Umsetzbarkeit sowie die zu erwartenden Kosten zu prüfen. Nach Einschätzung der Partei könnte der VRR einen Großteil der Finanzierung übernehmen. Die Ergebnisse der Prüfung sollen anschließend Grundlage für weitere politische Beratungen im Stadtrat sein.

EVN