Montenegro setzt auf neue Züge aus der Schweiz: Stadler liefert erstmals elektrische FLIRT-Triebzüge in das Balkanland. Die Fahrzeuge sollen Komfort, Sicherheit und die grenzüberschreitende Mobilität deutlich verbessern.
Mit der Unterzeichnung eines Liefervertrags für drei neue elektrische FLIRT-Triebzüge haben der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler und die montenegrinische Bahngesellschaft Željeznički prevoz Crne Gore (ŽPCG) einen weiteren Schritt zur Modernisierung des Bahnverkehrs in Montenegro vereinbart. Wie Stadler mitteilte, handelt es sich um die ersten FLIRT-Züge, die in das südosteuropäische Land geliefert werden. Die vierteiligen Elektrotriebzüge sollen künftig den Personenverkehr stärken und den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr attraktiver machen.
Die neuen Fahrzeuge basieren auf der FLIRT-Plattform von Stadler, die bereits in mehreren europäischen Ländern, darunter Serbien und Slowenien, eingesetzt wird. Laut Unternehmen werden die Züge für Montenegro technisch weitgehend identisch mit den bereits in Serbien verkehrenden Fahrzeugen sein. Dies soll künftig erstmals den Einsatz moderner elektrischer Triebzüge im grenzüberschreitenden Bahnverkehr zwischen Montenegro und Serbien ermöglichen.
Nach Angaben von Stadler werden die Fahrzeuge an die besonderen Anforderungen des montenegrinischen Streckennetzes angepasst und in einem eigenständigen Design gestaltet, das sich an den Landesfarben und der nationalen Identität orientiert. Ziel sei es, den Bahnverkehr komfortabler, sicherer und zuverlässiger zu machen sowie dessen Attraktivität für Einheimische und Touristen zu steigern.
Unterstützt wird das Projekt finanziell von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD). Stadler bezeichnet die Vereinbarung zudem als strategisch bedeutend: Montenegro ist das 50. Land weltweit, in das der Hersteller Schienenfahrzeuge liefert. Das Unternehmen sieht darin zugleich ein Signal für die zunehmende Bedeutung moderner Bahnlösungen in Südosteuropa.
EVN
