Stadler eröffnet Kundenabnahmezentrum für neue Züge in Hennigsdorf

Stadler hat in Hennigsdorf ein neues Kundenabnahmezentrum eröffnet. Dort sollen künftig Züge unter den technischen Bedingungen ihres späteren Einsatzlandes geprüft werden – ein Schritt zur Stärkung des europäischen Bahngeschäfts.

Der Schienenfahrzeughersteller Stadler hat in Hennigsdorf nördlich von Berlin ein neues Kundenabnahmezentrum eröffnet und baut den Standort damit zu einem der modernsten Inbetriebsetzungszentren Europas aus. Mit der Einweihung der sogenannten Halle 1 ist nach Unternehmensangaben die zweite von insgesamt fünf Ausbauetappen abgeschlossen. Bis 2027 soll der Standort vollständig ausgebaut sein.

Künftig werden in Hennigsdorf sämtliche Züge betriebsbereit gemacht, die im benachbarten Werk Berlin-Pankow gefertigt werden. Dazu zählen technische Prüfungen von Hard- und Software, Tests der Bordsysteme sowie statische und dynamische Abnahmen vor der Übergabe an die Kunden. Nach Angaben des Unternehmens können mehrere Großprojekte parallel betreut werden.

Ein zentrales Merkmal des neuen Standorts ist die Möglichkeit, Fahrzeuge unter den Stromsystemen ihrer späteren Einsatzländer zu testen. Dafür verfügt die Halle erstmals in einem deutschen Stadler-Werk über eine eigene Oberleitung innerhalb des Gebäudes. Ergänzt wird diese durch eine sogenannte Mehrspannungsversorgungsanlage, mit der unterschiedliche europäische Bahnstromsysteme simuliert werden können.

Nach Unternehmensangaben investiert Stadler rund 40 Millionen Euro in den Standort Hennigsdorf. Dort sollen künftig 128 Arbeitsplätze entstehen. Der Standort bündelt zugleich bisherige Aktivitäten aus Velten und soll kürzere Wege zwischen Fertigung und Inbetriebsetzung ermöglichen. Nach Abschluss der Arbeiten soll der Standort in Hennigsdorf über eine eigene 744 Meter lange Teststrecke verfügen.

Foto: Stadler

EVN