Güterbahnen-Verband fordert Zeitplan für Trassenpreisreform

Nach erneuter Verschiebung von Reformplänen macht die Branche Druck auf das Verkehrsministerium: Die Güterbahnen verlangen klare Vorgaben für stabile und wettbewerbsfähige Trassenpreise im Schienengüterverkehr.

Der Branchenverband Die Güterbahnen hat das Bundesverkehrsministerium aufgefordert, zeitnah einen verbindlichen Zeitplan für die Reform der Trassenpreise vorzulegen. Hintergrund ist die erneute Verschiebung konkreter Reformvorschläge, die ursprünglich im Zusammenhang mit dem Fahrplanwechsel im Dezember erwartet worden waren.

Nach Angaben des Verbands sorgt die anhaltende Unsicherheit über die künftigen Kosten der Schienennutzung für Zurückhaltung bei Unternehmen, obwohl steigende Kraftstoffpreise im Straßengüterverkehr die Nachfrage nach klimafreundlicheren Transportalternativen erhöhen.

Kritisch sehen die Güterbahnen auch bisher diskutierte Anpassungen, die aus ihrer Sicht keine grundlegende Lösung für strukturelle Probleme des bestehenden Systems darstellen. Stattdessen fordert der Verband wettbewerbsfähige und über mehrere Jahre verlässliche Trassenpreise.

Als möglichen Ansatz bringt der Verband ein eigenständiges Trassenpreisgesetz mit mehrjähriger Geltungsdauer ins Gespräch, um Planungssicherheit für Eisenbahnunternehmen und Industrie zu schaffen.

EVN