Panischer Fahrgast nach Angriff auf Lokführer in Polizeigewahrsam


DÜSSELDORF | Weil er den Ausstieg an der Endstation am Bahnhof Düsseldorf-Friedrichstadt verpasst hat, ist ein betrunkener Fahrgast am Sonntagabend auf einen Lokführer losgegangen.

Laut Mitteilung der Bundespolizei sei der Mann zuerst zum unbesetzten Führerstand des Zuges gelaufen und habe dort eine Scheibe eingeschlagen und die Nothilfeeinrichtung betätigt. Anschließend sei er zurück ans andere Ende des Zuges gegangen und habe dort den 48-jährigen Lokführer angetroffen. Der Fahrgast hatte den Angaben nach wohl Panik bekommen, weil der Zug mittlerweile auf einem Wendegleis abgestellt war.

Mit Schlägen, Tritten und einem Würgegriff habe der Mann den Lokführer angegriffen. Der Bahnmitarbeiter konnte sich schließlich in Sicherheit bringen und alarmierte die Polizei. Er wurde bei dem Vorfall verletzt. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus. Der 34-jährige Angreifer kam in Gewahrsam, bis er wieder nüchtern war. Gegen ihn werde nun wegen Körperverletzung, Missbrauchs von Notrufen und Sachbeschädigungen ermittelt. Der Bahnverkehr am Düsseldorfer Hauptbahnhof war wegen des Einsatzes am Sonntagabend beeinträchtigt.


EVN / dpa