Videogates sollen Betrieb in Österreichs Umschlagterminals beschleunigen


WIEN | Um den Betrieb in den intermodalen Terminals zu beschleunigen, implementiert die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) zunächst an drei Standorten sogenannte Videogates.

Mit Hilfe dieser Bahn-Technologie sollen Ein- und Ausgangsprozesse von Containern und Aufliegern automatisiert und beschleunigt werden, teilte das Unternehmen kürzlich mit. Güterzüge und Lkws, die das Terminal erreichen oder verlassen, durchfahren dabei massive Stahlrahmen, die mit Video- und Sensortechnik ausgestattet sind. Das System erfasst nach ÖBB-Angaben automatisch alle relevanten Daten wie Containernummern, ISO-Codes und ILU-Nummern.

Nach der Installation am Standort Wien Süd sollen auch die Terminals in Wels und Wolfurt mit der neuen Videogate-Technik ausgestattet werden. Geliefert wird das System von der belgischen Firma Camco Technologies.

Laut dem Betriebsleiter der ÖBB-Terminalanlagen, Robert Rauscher, wird mit einer Zeitersparnis von bis zu 30 Prozent gerechnet, da das Ausfüllen von Formularen und die manuelle Dateneingabe in das Betriebssystem wegfallen. Durch den Einsatz dieser Technologie soll die Effizienz der Terminals gesteigert werden, hieß es.

Der Mobilitätsmasterplan 2030 der österreichischen Bundesregierung sieht eine Erhöhung des Schienenmarktanteils im Gütertransport auf 40 Prozent vor. Bis 2040 will die ÖBB die Verkehrsleistung im Güterverkehr auf der Schiene verdoppeln – Innovation und Digitalisierung sollen dabei helfen.


EVN | Foto: ÖBB / Camco
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