Grenzüberschreitende Bahnreisen sollen nach dem Willen der EU-Kommission einfacher werden. Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas wirbt für einheitliche Buchungen und Fahrgastrechte bei Reisen mit mehreren Zuganbietern. Einen entsprechenden Regelungsvorschlag legte die Kommission bereits im Mai vor.
EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas hat auf der Branchenmesse InnoTrans in Berlin die Bedeutung von einheitlichen Zugtickets für Reisen quer durch Europa betont. „Für die Fahrgäste ist der Fahrkartenverkauf ein weiterer klarer Test dafür, ob wir wirklich über ein europäisches Eisenbahnsystem verfügen“, sagte er bei der Eröffnungsfeier. „Das Ziel: Eine Reise, eine Buchung, volle Rechte für Fahrgäste – das wird grenzüberschreitende Reisen mit verschiedenen Zuganbietern einfacher und viel attraktiver machen.“
Einen Vorschlag für entsprechende Regeln hatte die Kommission bereits im Mai unterbreitet. Die Idee: Reisende sollen online übersichtlich alle Optionen sehen, über EU-Grenzen hinweg von A nach B zu kommen. Große Ticket-Plattformen sollen verpflichtet werden, auch Tickets anderer Betreiber anzubieten, wenn diese das wollen. Bei den Plattformen der Deutschen Bahn etwa ist das bisher nicht immer möglich.
Bei der 30. Ausgabe der InnoTrans stehen neben neuen Zügen vor allem neue Technologien für die Bahnindustrie im Fokus. Es geht etwa um die Digitalisierung von Schienenwegen und automatisierten Verkehren. Vertreten sind der Berliner Messe zufolge 3.170 Aussteller aus 59 Ländern.

EVN / dpa
