Frankreich: Alstom sichert 36.000 Jobs | London: 100 Jahre Morden Depot | KI-Werkzeug für die Zugwartung

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Alstom bilanziert seine wirtschaftlichen und ökologischen Aktivitäten in Frankreich, feiert 100 Jahre Morden Traincare Centre in London und stellt mit „Talk to My Train“ eine digitale Lösung für schnellere Wartungsentscheidungen vor.

+++ Frankreich: Alstom veröffentlicht Wirkungsbericht +++

Alstom hat seinen Frankreich-Wirkungsbericht 2025/2026 veröffentlicht. Demnach sichern die Aktivitäten des Konzerns in Frankreich mehr als 36.000 Arbeitsplätze, darunter über 14.000 direkte, 16.000 indirekte und fast 6.000 induzierte Stellen. Der wirtschaftliche Wert wird mit 2,39 Milliarden Euro angegeben. 100 Prozent der in Frankreich entwickelten neuen Lösungen sind laut Bericht ökologisch konzipiert.

An den französischen Industriestandorten nutzt Alstom 100 Prozent erneuerbaren Strom. Die Emissionen aus Scope 1 und 2 machen laut Bericht ein Prozent des CO₂-Fußabdrucks aus und sind innerhalb von vier Jahren um 26 Prozent gesunken. Bis 2030 soll dieser Wert gegenüber 2021 um 40 Prozent reduziert werden. Der TGV M enthält 25 Prozent recycelte Materialien, ist zu 92 Prozent recycelbar und soll 20 Prozent weniger Energie verbrauchen als die Vorgängergeneration.

+++ London: Morden Traincare Centre feiert 100-jähriges Bestehen +++

Das Alstom-Servicezentrum im Londoner Stadtteil Morden hat sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Das Depot wurde am 13. September 1926 gemeinsam mit der Verlängerung der Northern Line von Clapham Common nach Morden eröffnet. Alstom ist seit 1995 für die Wartung der Northern-Line-Flotte zuständig.

Heute arbeiten dort und im Wartungszentrum Golders Green rund 250 Alstom-Beschäftigte. Sie betreuen 106 Züge der Baureihe 1995. Die Northern Line umfasst inzwischen 52 Stationen auf 61 Kilometern und wird werktags von rund einer Million Fahrgästen genutzt.

+++ „Talk to My Train“ unterstützt Wartungsteams +++

Mit „Talk to My Train“ stellt Alstom eine digitale Assistenz für Wartungsteams vor, die Betriebsdaten, Wartungshistorien, technische Dokumentationen und Bahn-Know-how in einem Untersuchungsworkflow zusammenführt. Ziel ist es, Technikern bei der Fehlersuche schneller relevante Informationen, frühere vergleichbare Fälle und mögliche nächste Schritte bereitzustellen.

Die Anwendung soll bestehende Systeme ergänzen und nachvollziehbare Nachweise liefern, etwa ausgelöste Signale, Wartungsanweisungen, Wartungsbücher und Schaltpläne. Alstom betont dabei die Bedeutung einheitlicher Daten, verlässlicher Governance und fachlicher Expertise. Vorgestellt wird die Lösung am Alstom-Stand auf der InnoTrans (22. bis 25. September) in Berlin.

EVN