Knorr-Bremse erhält ersten europäischen DAK-Ausrüstungsvertrag

Knorr-Bremse und die ÖBB Rail Cargo Group haben einen Vertrag zur Ausrüstung eines Güterzugs mit der Digitalen Automatischen Kupplung geschlossen. Der Praxiseinsatz mit 23 Wagen und einer Lokomotive soll ab 2028 beginnen.

Knorr-Bremse hat nach eigenen Angaben den europaweit ersten kommerziellen Ausrüstungsvertrag für die Digitale Automatische Kupplung (DAK) mit der ÖBB Rail Cargo Group geschlossen. Wie das Unternehmen mitteilte, soll die Technologie ab 2028 im Rahmen des EU-geförderten Projekts PioDAC unter realen Bedingungen im kommerziellen Flottenbetrieb erprobt werden. Der dafür vorgesehene Zug besteht aus 23 Güterwagen und einer Lokomotive.

Knorr-Bremse wird die Wagen mit DAK-Systemen der höchsten Entwicklungsstufe, elektronischen Steuerungseinheiten und Sensorik zur digitalen Überwachung von Fahrzeugfunktionen und -zuständen ausstatten. Das Projekt baut auf mehreren Vorgängerprojekten im europäischen Forschungsprogramm Europe’s Rail auf.

Die Digitale Automatische Kupplung soll die manuelle Schraubenkupplung ersetzen und erstmals durchgängige Strom- und Datenverbindungen innerhalb eines Güterzugs ermöglichen. Dadurch könnten Züge schneller gebildet und getrennt sowie Rangier- und Abfertigungsprozesse effizienter gestaltet werden.

Nach Einschätzung von Knorr-Bremse kann die Technologie zudem die Sicherheit für Rangierpersonal erhöhen und Zeit- sowie Kosteneinsparungen ermöglichen. Der Vertrag gilt für das Unternehmen als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Marktreife und industriellen Einführung der DAK.

EVN