Steine auf Schienen – Ermittlungen wegen betriebsstörender Handlung

Zwei Züge sind bei Gera über auf den Schienen liegende Schottersteine gefahren. Die Bundespolizei ermittelt wegen einer betriebsstörenden Handlung. Sieben Züge mussten langsamer fahren, Schäden entstanden nach ersten Erkenntnissen nicht.

Laut Mitteilung der Bundespolizeiinspektion Erfurt kollidierten am Mittwochabend im Bereich Gera-Debschwitz zwei aufeinanderfolgende Züge mit kleinen Gegenständen auf der Strecke zwischen Gera Süd und Gera-Zwötzen. Der Lokführer des zweiten Zuges habe die Gegenstände als Schottersteine identifiziert. Einsatzkräfte stellten vor Ort eine etwa 20 Zentimeter lange Spur von Steinmehl auf einem Schienenkopf fest, konnten jedoch keine Tatverdächtigen antreffen.

Während der polizeilichen Maßnahmen mussten sieben Züge den Bereich mit reduzierter Geschwindigkeit passieren, wodurch sich insgesamt knapp zwei Stunden Verspätung ergaben. An den betroffenen Zügen seien nach einer ersten Kontrolle keine Schäden festgestellt worden. Die Bundespolizei ermittelt wegen einer betriebsstörenden Handlung.

EVN