Bahnchefin Palla unterstützt die Pläne von Justizministerin Stefanie Hubig für einen besseren Schutz von Beschäftigten im öffentlichen Dienst und Verkehr. Für Angriffe auf Zugbegleiter und andere Berufsgruppen sollen künftig höhere Mindeststrafen gelten.
Die Chefin der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, begrüßt den Vorstoß aus dem Bundesjustizministerium, Menschen, die Bahnmitarbeiter angreifen, härter zu bestrafen. „Es ist enorm wichtig, dass der Staat der gestiegenen Gewaltbereitschaft jetzt deutliche Grenzen setzt“, sagte Palla den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Zu oft habe man die Erfahrung machen müssen, dass Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt worden seien und Täter ungestraft davongekommen seien.
Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) plant derzeit ein neues Gesetz, um Zugbegleiter, aber auch Polizisten, Gerichtsvollzieher, Feuerwehrleute, Rettungskräfte, medizinisches Personal sowie Beschäftigte anderer Unternehmen des öffentlichen Personenverkehrs unter besonderen Schutz zu stellen. Wer sie angreift, muss künftig mit einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten rechnen, in besonders schweren Fällen sogar mit mindestens einem Jahr. Bisher wurden Angreifer mit mindestens drei beziehungsweise sechs Monaten bestraft.

dts Nachrichtenagentur / EVN
