Fahren mit Bus und Bahn ist in Berlin viel teurer geworden

Einzelfahrscheine für Bus oder U-Bahn kosten in Berlin heute fast doppelt so viel wie vor 20 Jahren. Anwohnerparken ist dagegen sogar deutlich günstiger geworden.

Die Preise für Bus- und Bahnfahrkarten in Berlin sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich gestiegen. Das zeigt die Antwort der Verkehrsverwaltung auf eine schriftliche Anfrage aus der Grünen-Fraktion, die der dpa vorliegt. Danach kostete ein Einzelfahrschein für den ÖPNV Anfang 2007 noch 2,10 Euro, heute dagegen 4 Euro.

Der Preis für eine 24-Stunden-Karte im Berliner Stadtgebiet stieg von 5,80 auf 11,20 Euro, der für eine entsprechende Monatskarte ohne Abonnement von 67 auf 113 Euro. Beim Anwohnerparken ist die Entwicklung umgekehrt. Der Preis für einen Bewohnerparkausweis wurde 2008 von 30,70 auf 10,20 Euro pro Jahr gesenkt. Seitdem ist er unverändert geblieben.

Kosten für die Parkvignette sind erheblich gestiegen

Andererseits sind die Kosten, die mit der Ausstellung der Parkvignette verbunden sind, von rund 18 Euro (2013) auf gut 39 Euro (2026) gestiegen. Kritiker bemängeln seit langem, dass die Kosten damit deutlich höher sind als die Gebühr, die für den Parkausweis anfällt.

Die schwarz-rote Regierungskoalition hatte sich eine Neuregelung des Anwohnerparkens vorgenommen, aber vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus am Sonntag nicht mehr hinbekommen. Die SPD hatte auf eine deutliche Erhöhung der Gebühr gedrängt, die CDU auf eine Ausweitung bei den Parkzonen.

dpa