Nach Generalsanierung Hamburg–Berlin: Angestrebtes Niveau bei Pünktlichkeit noch nicht erreicht

Die Pünktlichkeit auf der frisch sanierten Strecke zwischen Hamburg und Berlin bleibt im Sommer hinter den Erwartungen zurück. Was laut Bundesregierung dafür verantwortlich ist.

Hitzetage mit hohen Streckentemperaturen, lokale Unwetter und Rückwirkungen von Baumaßnahmen waren nach Angaben der Bundesregierung wesentliche Ursachen für Verspätungen auf der Bahnstrecke Hamburg–Berlin im Sommer. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Die Pünktlichkeit habe nach der Generalsanierung noch nicht das angestrebte Niveau erreicht, heißt es demnach.

Nach Auskunft der Deutschen Bahn sei bei komplexen Inbetriebnahmen ein schrittweises Hochfahren der technischen Anlagen üblich. Bestimmte Mängel oder verdeckte Fehler könnten trotz vorheriger Prüfungen teilweise erst im regulären Betrieb erkannt und behoben werden.

Die DB InfraGO führe derzeit letzte Restarbeiten, Abnahmen und Optimierungen durch und habe bereits Nachjustierungen und Fehlerbeseitigungen vorgenommen. Für einzelne nächtliche Arbeiten seien in den kommenden Wochen weitere Streckensperrungen mit Auswirkungen auf den Zugverkehr erforderlich. Zudem soll die Linienförmige Zugbeeinflussung (LZB) durch die Zuschaltung letzter Zentralen in den kommenden Wochen vollständig in Betrieb genommen werden, antwortet die Bundesregierung.

EVN