Für den Schienenpersonennahverkehr drohen ab 2027 erneut höhere Trassenkosten. Nach dem Entgeltgenehmigungsantrag der DB InfraGO könnten die durchschnittlichen Preise auf 7,59 Euro je Kilometer steigen. Der Bundesverband SchienenNahverkehr fordert eine Reform des Trassenpreissystems.
Die Trassenpreise im Schienenpersonennahverkehr werden nach Angaben des Bundesverbands SchienenNahverkehr (BSN) ab 2027 um durchschnittlich 7,8 Prozent steigen. Grundlage sei der Entgeltgenehmigungsantrag der DB InfraGO vom 14. August für die Netzfahrplanperiode 2027, wie der Verband mitteilte. Demnach sollen die durchschnittlichen Trassenentgelte im SPNV auf 7,59 Euro je Kilometer steigen. Gleichzeitig würden die Regionalisierungsmittel jährlich lediglich um drei Prozent angepasst.
Zusätzlich zu den höheren Trassenpreisen müssten Aufgabenträger und Eisenbahnverkehrsunternehmen Nachzahlungen für 2025 und 2026 sowie gestiegene Betriebs- und Personalkosten bewältigen. Der Verband warnt deshalb vor erheblichen finanziellen Mehrbedarfen im SPNV.
Geschäftsführer Jan Görnemann fordert eine Anhebung der Regionalisierungsmittel, eine Reform des Trassenpreisregimes und eine stärkere Kostenkontrolle der DB InfraGO durch den Bund. Das derzeitige Regulierungssystem sei aus Sicht des Verbands intransparent und ermögliche es der DB InfraGO, Kostensteigerungen weitgehend an die Nutzer weiterzugeben.

EVN
