Erneut kracht ein Binnenschiff gegen Oldenburger Eisenbahnbrücke

Schon wieder stößt ein Schiff in Oldenburg gegen die Klappbrücke über die Hunte. Der Bahnverkehr war vorübergehend unterbrochen.

Erneut ist ein Binnenmotorschiff gegen die Eisenbahnklappbrücke in Oldenburg geprallt. Niemand sei verletzt worden, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Brake. Am Schiff und an der Brücke seien dadurch keine größeren Schäden entstanden. Zuerst hatte die Nordwest-Zeitung berichtet.

Allerdings hatte der Unfall Auswirkungen auf den Bahnverkehr: Um das Bauwerk auf Schäden zu untersuchen, wurde die Brücke gesperrt. Für etwa eine Dreiviertelstunde konnte am Donnerstagnachmittag kein Zug die Brücke passieren.

Warum es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar. Nach Angaben eines Sprechers der Wasserschutzpolizeistation Brake war ein auf dem Deck des fahrenden Schiffes abgestelltes Fahrzeug gegen die Eisenbahnbrücke gestoßen.

Inzwischen sechs Kollisionen 2026

Erst am Montag hatte ein anderes Binnenmotorschiff die Eisenbahnbrücke gerammt. Dabei war das Dach des Steuerhauses des Schiffes nach hinten gedrückt worden. Der Schiffsführer hatte nach Angaben der Wasserschutzpolizei die Durchfahrtshöhe falsch eingeschätzt. Den Unfall hatte er erst einen Tag später gemeldet.

An der Eisenbahnbrücke in Oldenburg kommt es immer wieder zu Kollisionen mit Binnenschiffen. Allein in diesem Jahr meldete die Wasserschutzpolizei inzwischen sechs Unfälle.

Die 1955 gebaute Klappbrücke über die Hunte im Oldenburger Stadtgebiet ist ein wichtiges Nadelöhr für den Bahnverkehr. Züge, die auf den Strecken Oldenburg-Bremen oder Oldenburg-Osnabrück unterwegs sind, erreichen den Oldenburger Hauptbahnhof über diese Brücke. Auch Radfahrer und Fußgänger können dort den Fluss überqueren.

dpa / EVN