Im Zentrum der Olympiastadt stößt eine Tram gegen ein Gebäude. Etwa 40 Verletzte und zwei Tote sind zu beklagen. Die Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf.
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Bei einem Straßenbahn-Unglück in Mailand sind wenige Tage nach dem Ende der Olympischen Winterspiele zwei Menschen ums Leben gekommen. Etwa 40 Menschen – die meisten davon Passagiere – wurden nach Angaben der Feuerwehr in der norditalienischen Großstadt verletzt. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung ein. Die Tram, ein modernes Modell, soll erst seit wenigen Monaten im Einsatz gewesen sein.
Das Unglück ereignete sich am Freitagnachmittag im Zentrum der 1,3-Millionen-Einwohner-Stadt. Aus noch ungeklärter Ursache prallte eine voll besetzte Straßenbahn der Linie 9 gegen 16.00 Uhr an einer Kreuzung gegen ein Gebäude. Nach Angaben von Augenzeugen hätte die Tram eigentlich geradeaus fahren sollen, bog jedoch mit hoher Geschwindigkeit nach links ab und entgleiste. Sie kam erst im Eingangsbereich eines Restaurants zum Stehen. Die Fahrerkabine wurde schwer beschädigt.
Verletzter Passagier: “Dachte, ein Erdbeben”
Zur Identität des Todesopfers und der Verletzten machten die Behörden zunächst keine genaueren Angaben. Einer der Passagiere schilderte der italienischen Nachrichtenagentur Ansa den Hergang so: “Ich dachte, das sei ein Erdbeben. Ich landete zusammen mit den anderen Passagieren auf dem Boden. Es war schrecklich.”
In Mailand fanden bis zum vergangenen Sonntag zwei Wochen lang die Olympischen Winterspiele statt. Von den ausländischen Besuchern nutzten auch viele die Straßenbahnen. Zweite Gastgeberstadt war Cortina d’Ampezzo in den Dolomiten. Derzeit findet in Mailand die Modewoche statt.
dpa
