Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffe gehören zu den Risiken für Zugbegleiter. National Express startet auf fünf Linien in NRW einen einjährigen Test mit Kameras.
Das Bahnunternehmen National Express setzt bei seinem Personal auf wichtigen Regionalzuglinien in Nordrhein-Westfalen Bodycams ein. Ein entsprechendes einjähriges Pilotprojekt mit 30 Kameras gab die Firma in Köln bekannt. Man wolle herausfinden, ob die sichtbaren Kameras Kundenbetreuer vor Beleidigungen, Bedrohungen und körperlichen Übergriffen schützen können.
Vor allem die Wirkung der Kameras auf Konfliktsituationen soll herausgefunden werden. Außerdem soll sich zeigen, wie sehr die Kamera- und Tonaufnahmen bei der Aufarbeitung sicherheitsrelevanter Vorfälle helfen. Die Kameras sollen auf den von National Express betriebenen RRX-Linien RE1, RE4, RE5, RE6 und RE11 zum Einsatz kommen.
Für den Bodycam-Pilotbetrieb wurde den Angaben zufolge ein Datenschutzkonzept entwickelt und Mitarbeiter wurden dafür geschult. Zugbegleiter sind immer wieder dem Frust und den Aggressionen von Zugreisenden ausgesetzt. Die Bodycams sollen dazu führen, dass manch wütender oder betrunkener Fahrgast sich gewissermaßen am Riemen reißt und die Situation nicht eskaliert. Die Deutsche Bahn nutzt Bodycams bei ihrem Zugbegleitpersonal bereits seit einiger Zeit.

dpa / EVN
