Bahnbrücke zwischen Köln und Wuppertal vorerst repariert

Seit Anfang Februar wird auf der Bahnstrecke von Köln nach Wuppertal gebaut. Bald sollen zum ersten Mal wieder alle Züge nach normalem Plan fahren. Doch eine Brücke ist in die Jahre gekommen.

Nach knapp acht Monaten Streckensanierung will die Bahn auf der für Fern- und Regionalzüge wichtigen Strecke zwischen Köln und Wuppertal wieder nach regulärem Plan fahren. Am Donnerstag sollen die letzten Arbeiten an einer Brücke über die Wupper beendet sein. Ab Donnerstagmorgen könnten alle Züge wieder ohne größere Einschränkungen fahren, sagte eine Bahnsprecherin.

Die Bahn hatte die Schienen zwischen Köln, Wuppertal und Hagen von Februar bis Juli für knapp 800 Millionen Euro umfassend saniert und die Strecke dafür komplett gesperrt. Doch ausgerechnet am letzten Tag der Generalsanierung fiel ein Riss in der Brücke über die Wupper bei Leverkusen-Opladen auf. Die Brücke musste gesperrt werden, so dass auf der frisch sanierten Strecke weiterhin Regionalzüge ausfielen und Fernzüge mit Verspätung unterwegs waren. Besonders betroffen war die Linie RB48.

Züge fahren auch in Zukunft langsamer

Die Brücke sei nun so instand gesetzt, dass ein sicherer Bahnverkehr auf zwei Gleisen wieder möglich sei, teilte die Bahn mit. Kleinere Verzögerungen werde es aber weiterhin geben. Denn die Züge müssten auch in Zukunft mit reduzierter Geschwindigkeit über die Brücke fahren. «Die Fahrzeit verlängert sich minimal, um ein bis zwei Minuten», sagte die Bahnsprecherin. Die Fahrpläne würden entsprechend angepasst. Umfassend saniert werden soll die fast 80 Jahre alte Brücke laut Bahn erst in den 2030er Jahren.

Brücke wurde bei Generalsanierung ausgeklammert

Die Brücke war nach Angaben der Bahn bei der Generalsanierung nicht erneuert worden. Denn bei den bisherigen Inspektionen hätten sich keine Schäden gezeigt. Dass es unmittelbar nach der Generalsanierung wieder zu monatelangen Verspätungen und Zugausfällen kam, hatte der Bahn massive Kritik aus Politik und Wirtschaft eingebracht.

In Nordrhein-Westfalen ist noch eine ganze Reihe umfassender Sanierungen geplant. Im Moment ist die Strecke von Troisdorf nach Wiesbaden gesperrt. Ab Freitag betrifft Reisende aus NRW die Generalsanierung zwischen Hannover und Berlin: Die Fahrt mit dem Zug in die Bundeshauptstadt wird in den kommenden 14 Monaten rund 80 Minuten länger dauern.

dpa