Güntzler sagt Posten als Verkehrsminister aus fachlichen Gründen ab

Fast wäre Fritz Güntzler neuer Verkehrsminister geworden. Er sagte erst zu, dann aber wieder ab. Der Grund: Es sei der falsche Posten gewesen. „Ein Torwart sollte nicht Linksaußen spielen.“

Der CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler hat aus fachlichen Gründen das Angebot von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) abgelehnt, neuer Bundesverkehrsminister zu werden. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr, gab Güntzler Merz gestern zunächst eine Zusage, Nachfolger von Amtsinhaber Patrick Schnieder (CDU) zu werden. Er habe sich das Ganze dann aber noch einmal überlegt und heute Morgen abgesagt, aus inhaltlichen Gründen. „Ein Torwart sollte nicht Linksaußen spielen“, hieß es. Güntzler habe festgestellt, dass er nicht der richtige Spieler für den Posten sei.

Der 60-Jährige ist finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er hatte mit Verkehrspolitik bisher wenig zu tun. Güntzler ist Fußball-Fan und Kapitän des „FC Bundestag“.

Schnieder, der seit Mai 2025, das Verkehrsressort leitet, soll abgelöst werden. Wer sein Nachfolger wird, ist derzeit noch offen. Einige Politiker sprechen von Chaos um die Neubesetzung an der Spitze des Bundesverkehrsministeriums.

dpa